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Stand: 12.06.2017

Pressemitteilung

Nähwerkstatt für geflüchtete Frauen

Nähprojekt 1Stolz nahmen die acht Frauen ihre Zertifikate nach dem erfolgreichen Abschluss des Nähprojektes in Empfang.Foto: Marco Wagner

Stolz nahmen die acht Frauen ihre Zertifikate nach dem erfolgreichen Abschluss eines besonderen Projektes in Empfang. Über einen Zeitraum von sechs Monaten nahmen die geflüchteten Frauen an einer Nähwerkstatt teil, eine Kooperation des Caritasverbandes und der Handwerkskammer Koblenz.

Unter der fachlichen Leitung von Schneidermeisterin Brigitte Pappe, unterstützt von der Pastoralreferentin Jutta Lehnert, gingen die Frauen mit  großer Begeisterung ans Handwerk. Im Mittelpunkt stand das Thema "Upcycling", sprich aus alten Kleidern und Stoffen neue Kleidungsstücke herzustellen.
Im Laufe der Zeit entstanden in gut ausgestatteten Räumen der HWK wunderschöne Accessoires, schicke Taschen und modische Sommerröcke. "Es machte sehr viel Spaß, die Freude der Frauen zu beobachten", sagte Brigitte Pappe. "Es entwickelte sich schnell ein schönes Gemeinschaftsgefühl."

Begleitet wurde die Gruppe von den beiden Caritasmitarbeiterinnen Andrea Müller de Merino und Anika Verkoyen. Beide arbeiten im Projekt FAiR - "Flüchtlinge und Asylsuchende integriert in die Region". Neben der gemeinsamen Zeit mit Schere und Faden ging es auch darum, die Frauen bei der gesellschaftlichen Integration zu unterstützen. "Es war sehr schön zu sehen, welche Fortschritte die Frauen beim Nähen gemacht haben, aber auch wie sie sich gegenseitig unterstützt haben. Durch die  Beratung von Frau Verkoyen haben die Frauen zudem ganz  individuelle Unterstützung bekommen", sagte Andrea Müller de Merino.

Ein weiteres Ziel war die Sensibilisierung der Frauen für den deutschen Arbeitsmarkt sowie die kulturellen Unterschiede und Besonderheiten. Ganz nebenbei verbesserten die Teilnehmerinnen ihre deutschen Sprachkenntnisse. Damit auch Mütter mit Babies teilnehmen konnten, organisierte die Caritas die  Betreuung vor Ort.

Das Nähprojekt war ein voller Erfolg mit nachhaltiger Wirkung über die recycelten Stoffe hinaus. Aus nicht verkaufbaren Kleidungsstücken aus dem Kleiderladen wurden neue Kunstwerke geschaffen. Zwischen den Frauen bildeten sich neue Freundschaften, und das Interesse an weiteren Kreativangeboten war sehr groß.

 

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