Es war ein Jubiläumsumtrunk, der ganz im Zeichen der Gemeinschaft stand. Engagierte Menschen aus der Goldgrube und Ehrengäste folgten der Einladung ins Gemeindezentrum St. Franziskus. Anlass war das 25-jährige Jubiläum der Caritas-Stadtteilarbeit, dass aufgrund der Erkrankung einer wichtigen Akteurin mit einem Jahr Verzögerung gefeiert wurde.
Strahlende Gesichter beim Jubiläumsumtrunk 25 + 1 Stadtteilarbeit Goldgrube. Bürgermeisterin Dr. Dagmar Kranz (vierte von links) dankte allen im Stadtteil engagierten Menschen.Foto: Marco Wagner
"Die Stadtteilarbeit ist für mich eine Herzensangelegenheit, jeder Gast im Saal ist ein Gesicht der Goldgrube", strahlte Caritas-Mitarbeiterin Claudia Altmeier, die seit 2017 als Ansprechpartnerin fungiert. "Ich fühle mich wie eine Goldgräberin. Die Menschen im Stadtteil bieten unzählige Schätze und Ressourcen." Als sichtbares Symbol dieser Verbundenheit und Zeichen der Wertschätzung erhielten alle Anwesenden ein Goldstück.
Stadtteilarbeit baut Brücken
Mit finanzieller Unterstützung des Landes Rheinland-Pfalz und der Stadt Koblenz startete im September 2000 die Stadtteilarbeit unter Trägerschaft des Caritasverbandes. Von den 4.740 Menschen in der Goldgrube haben knapp 46 % eine Migrationsgeschichte. Neben der Sozialberatung als individuelle Unterstützung sind Begegnungs- und Vernetzungsangebote wichtige Säulen der Arbeit vor Ort. "Die Stadtteilarbeit baut Brücken", sagte Bürgermeisterin Dr. Dagmar Kranz im Rahmen des Jubiläumsumtrunks. "Sie bringt Menschen zusammen, die sich gemeinsam für ihren Stadtteil engagieren, wofür wir als Stadt sehr dankbar sind."
Die Zahl der gebauten Brücken ist eindrucksvoll. Es entwickelten sich vielfältige Aktivitäten, Initiativen und Veranstaltungen, beispielsweise der Spielenachmittag, der Suppentag, das Café Goldgräber, der Frauentreff oder kulturspezifische Angebote. Größere Veranstaltungen wie das jährliche Suppenfest, die Osteraktion an Karsamstag oder der Weihnachtsmarkt fördern ebenso den Zusammenhalt. "Im Zentrum unserer Arbeit stehen die Interessen und Wünsche der Bürger", berichtete Caritasdirektorin Victoria Müller-Ensel. "Stadtteilarbeit lebt vom Miteinander: Wir danken allen Menschen, die sich aktiv einbringen." Die Goldgruber Delegiertenversammlung sowie das Politische Forum von "Goldgrube Aktiv" sind weitere Belege bürgerschaftlichen Engagements, an denen die Stadtteilarbeit beteiligt ist.
Vielfalt der Akteure spiegelt die Vielfalt des Stadtteils
Claudia Wickert, Irina Mertens und Valentina Zahn fungierten seit 2000 in der Caritas-Stadtteilarbeit und freuten sich über jede Menge Goldstücke in der Goldgrube.Foto: Marco Wagner
Die Goldgrube ist ein Stadtteil, in dem Gemeinschaft und kultureller Austausch gelebt werden. Die Caritas-Stadtteilarbeit ist nicht nur Teil der Goldgrube, sie ist verwachsen im Gemeinwesen. "Einzelpersonen, Familien, Kitas und Vereine, Kirchengemeinden und Kommune: Viele Menschen und Akteure spiegeln die Vielfalt wider und entwickeln ihren Stadtteil stetig weiter", freute sich Sozialarbeiterin Claudia Altmeier. "In der Goldgrube leben im wahrsten Sinne des Wortes jede Menge Goldstücke."