Das Selbstbestimmte Wohnen des Caritasverbandes Koblenz begleitet Menschen mit geistiger Beeinträchtigung und/oder psychischer Erkrankung. 12 Fachkräfte begleiten knapp 80 Klienten in Koblenz, im Kreis Mayen-Koblenz sowie im Rhein-Hunsrück-Kreis. "Für viele Menschen mit Unterstützungsbedarf ist es ein großer Traum, selbstbestimmt in der eigenen Wohnung zu leben", berichtet die Koblenzer Caritasdirektorin Victoria Müller-Ensel. "Unser Fachdienst assistiert individuell auf die jeweilige Lebenssituation zugeschnitten, damit dieser Wunsch in Erfüllung geht."
Staffelstabübergabe innerhalb der Caritas-Familie
Zusammen geht was – das Motto der deutschlandweiten Caritas-Kampagne 2026 beschreibt treffend die Übergabe des Selbstbestimmten Wohnens an den Standorten Kastellaun und Simmern (v. l. n. r.): Gregor Bell (kommissarische Leitung Selbstbestimmtes Wohnen, Caritas Koblenz), Caritasdirektorin Victoria Müller-Ensel, Harald Pillny (Dienststellenleiter Idar-Oberstein), Ilona Besha (Dienststellenleiterin Simmern/Boppard und stellvertretende Caritasdirektorin), Caritasdirektor Dr. Jens Werner.Foto: Thomas Elsen
In Kastellaun und Simmern begleitet die Caritas aktuell 35 Menschen im Selbstbestimmten Wohnen. Die bisherige Zuständigkeit des Koblenzer Verbandes ergab sich 2008 durch die Übernahme des Versorgungsauftrages vom damaligen Verein Betreutes Wohnen Hunsrück.
Um Synergieeffekte zu bündeln und Ressourcen zu schonen, liegt die Trägerschaft im Rhein-Hunsrück-Kreis seit dem 1. Oktober in den Händen des Caritasverbandes Rhein-Hunsrück-Nahe e.V.
In den vergangenen Monaten sorgten beide Verbände für einen reibungslosen Übergang. Dazu gehörten auch intensive Gespräche mit Klienten, Angehörigen, Betreuern, Kommunen und Kostenträgern.
Mitarbeitende des Fachdienstes hatten die Möglichkeit des Arbeitgeberwechsels innerhalb der Caritas-Familie, um weiterhin im gewohnten Umfeld in ihrem Traumberuf tätig sein zu können. Dieser Punkt war auch von immenser Bedeutung, um den Klienten "auf dem Hunsrück" Verlässlichkeit und vertraute Ansprechpersonen zu bieten.
"Unser Team aus angestammten Fachdienst-Mitarbeitenden und neuen Kollegen freut sich auf die verantwortungsvolle Aufgabe und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Klienten und allen beteiligten Akteuren", blickt Caritasdirektor Dr. Jens Werner optimistisch in die Zukunft. "Für die begleiteten Menschen ändert sich lediglich der Träger, vertraute Ansprechpersonen vor Ort und die Beratungsqualität werden bleiben."
Das Selbstbestimmte Wohnen ist für den Caritasverband Rhein-Hunsrück-Nahe e.V. übrigens keineswegs "Neuland", wie Jens Werner betont: "In unserem Einzugsgebiet - die Landkreise Bad Kreuznach, Birkenfeld und Rhein-Hunsrück - engagieren wir uns seit Jahren oder gar Jahrzehnten in diesem Arbeitsfeld", erklärt der örtliche Caritas-Chef. "Mit der Übernahme der beiden bisher von Koblenz betreuten Standorte stärken wir unser hiesiges Angebot weiter."