Die Caritas in Deutschland stellt das Jahr 2026 unter das Thema gelingender Generationenbeziehungen. Unter dem Motto "Zusammen geht was. Caritas verbindet Generationen" werben Verbände und Einrichtungen bundesweit für ein Füreinander der Generationen. Zentrale Symbole der Kampagne sind Schuhe mehrerer Caritas-Generationen-Paare. Unterschiedliche Schuhe, unterschiedliche Lebenswege - und doch gehen diese Menschen gemeinsam, weil sie miteinander verbunden sind. Im Laufe des Jahres sollen bundesweit 10.000 Schuhpaare auf Generationenpyramiden aus roten Schuhkartons die Begegnungsorte der Caritas sichtbar machen.
Gesellschaftliche Herausforderungen nur im Miteinander von Jung und Alt zu bewältigen
Die Koblenzer Caritas bietet wertvolle Begegnungsorte für alle Generationen (v. l. n. r.): Fabienne Couvreux (youngcaritas und Ehrenamt), Caritasdirektorin Victoria Müller Ensel, Claudia Herok-Stahl (Kleiderladen), Lara Kiefer (Wohnen für Hilfe)Foto: Marco Wagner
Beim Kampagnenauftakt sagte Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa: "Wir wagen die Gegen-Utopie gegen die populäre Rede der unvermeidlichen Spaltungen. Wir machen die Realität des gelingenden Miteinanders von Alt und Jung als gesellschaftliche Superkraft sichtbar. Die großen Herausforderungen unserer Zeit sind nur im Miteinander und Füreinander der Generationen zu bewältigen! Das gilt für den Klimawandel und die Folgen der Pandemie genauso wie für die Verteidigung unserer freiheitlichen Ordnung und für die Wahrung des sozialen Friedens."
Der Deutsche Caritasverband stellte zum Kampagnenstart fünf zentralen Forderungen für einen starken Sozialstaat aller Generationen vor: Reformen der Sozialversicherungen, die das Vertrauen aller Generationen stärken; eine Familien- und Bildungspolitik, die allen Kindern und Jugendlichen gleiche Teilhabechancen bietet; ein Miteinander gegen Einsamkeit durch eine "Du wirst gebraucht-Kultur"; die Schaffung von Begegnungsräumen und Stärkung des Ehrenamts; und eine nachhaltige Klimasozialpolitik.
Koblenzer Caritas bietet wertvolle Begegnungsorte für alle Generationen
Kitas, Ambulante Jugendhilfe, Familienbüro, Suchtberatung, Pflegedienst, Wohnangebote für Menschen mit Behinderung, Inklusionsbetrieb, Migrationsdienst, Wohnungslosenhilfe oder Sozialraumarbeit: In Koblenz und der Region bietet die Caritas 50 Fachdienste, Einrichtungen und Anlaufstellen für alle Generationen. "Unsere knapp 450 Mitarbeitenden unterstützen, beraten, begleiten, betreuen und pflegen Menschen in den unterschiedlichsten Lebensphasen, vom Kleinkind in der Kita bis zur Pflege hochbetagter Menschen durch die Sozialstation", sagt Caritasdirektorin Victoria Müller-Ensel. "Gleichzeitig schaffen wir wertvolle Begegnungsorte, an denen unterschiedliche Generationen zusammenkommen, voneinander profitieren und gemeinsam die Zukunft gestalten."
Neben Generationencafés, Lesepatenprogrammen, Freiwilligendiensten und vielen ehrenamtlich engagierten Menschen gibt es bei der Koblenzer Caritas einige Leuchtturmprojekte, die Generationen verbinden. Bei youngcaritas bieten Jugendliche eine Smartphone-Sprechstunde für Senioren an. Mit dem Projekt "Wohnen für Hilfe" werden generationenübergreifende Wohnpartnerschaften gefördert, die über das gewöhnliche WG-Leben hinausgehen. Der Caritas-Kleiderladen ist mehr als ein Ladenlokal, in dem junge Menschen trendige Second-Hand-Klamotten und Senioren preisbewusst Kleidung erwerben, er ist auch ein Ort der Begegnung während der Öffnungszeiten und nach Ladenschluss bei "Kultur im Kleiderladen".
"Zukunft entsteht dort, wo Generationen Verantwortung füreinander übernehmen", ergänzt Victoria Müller-Ensel. "Wenn Erfahrungen der Älteren und Perspektiven der Jüngeren zusammenkommen, wachsen Verständnis, Solidarität und faire Chancen für alle."
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