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Stand: 22.10.2018

Pressemitteilung

Zwei Koblenzer Projekte gewinnen Elisabethpreis

Drei sozial-caritative Projekte aus dem Bistum Trier sind im Robert-Schuman-Haus in Trier mit dem Elisabethpreis des Diözesan-Caritasverbandes ausgezeichnet worden. Gleich zwei Preisträger kamen aus Koblenz, der "Arbeitskreis Menschen ohne Wohnung" sowie die Flüchtlingshilfe des Malteser-Hilfsdienstes Koblenz in Kooperation mit der Balthasar-Neumann-Grundschule.

Weihbischof Franz Josef Gebert, Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes, ehrte die Gewinner und zeigte die Verbindung zur Heiligen Elisabeth von Thüringen auf, nach der der Preis benannt ist: "Sie war aufmerksam für ihre Mitmenschen und half armen Menschen auf Augenhöhe. Dieses "Lebensprogramm" spiegele sich auch in den ausgezeichneten Projekten."

Elisabeth-Preis 4Preisträger des Elisabethpreises: Der Koblenzer Arbeitskreis Menschen ohne Wohnung gibt ehemals wohnungslosen Menschen eine Chance auf dem Wohnungsmarkt.Foto: Diözesan-Caritasverband Trier e. V.

Erster Preisträger war der Koblenzer "Arbeitskreis für Menschen ohne Wohnung", in dem der AWO Kreisverband Koblenz-Stadt e. V., der Caritasverband Koblenz e. V. und der Verein "Die Schachtel e.V." zusammenarbeiten. Seit 2011 unterstützt das Kooperationsprojekt "Ambulante Nachbetreuung ehemals wohnungsloser Menschen" Frauen und Männer, die kaum eine Chance auf dem freien Wohnungsmarkt haben: Menschen, die oftmals durch einschneidende persönliche Lebensereignisse obdachlos geworden sind. "Ziel ist es, Menschen zur Selbsthilfe anzuleiten und sie wieder in die Gesellschaft zu integrieren", so Caritasdirektorin Martina Best-Liesenfeld. Dies ist eine Herausforderung, denn auch in Koblenz leben viele Frauen und Männer ohne eigenen, vertraglich abgesicherten Wohnraum. Manche sind auch nachts ohne Obdach.
Trotz des angespannten Wohnungsmarktes ist das Wirken des Arbeitskreises erfolgreich: 124 Menschen wurden bisher in Wohnraum vermittelt, auch dank der guten Zusammenarbeit mit der Koblenzer WohnBau und einer Kooperationsvereinbarung mit dem Jobcenter Koblenz zur Betreuung von Klienten mit Vermittlungshemmnissen. Initiator und nachhaltiger Motivator des Projektes ist die Lotto-Stiftung Rheinland-Pfalz, die weitere verlässliche Partner und finanzielle Unterstützer gewinnen konnte.

Elisabeth-Preis 5Strahlende Gesichter bei der Delegation des Malteser Hilfsdienstes Koblenz und der Balthasar-Neumann-Grundschule.Foto: Diözesan-Caritasverband Koblenz e. V.

Die Koordinatorinnen für ehrenamtliche Integrationsdienste des Malteser-Hilfsdienstes Koblenz konnten sich ebenfalls über den mit 5.000 Euro dotierten Elisabethpreis freuen. Im Projekt "Sprache! Kultur! Integration!" fördern die Malteser Kinder von Geflüchteten. Kooperationspartner ist die Balthasar-Neumann-Grundschule auf der Pfaffendorfer Höhe. Für Geflüchtete sind viele Hürden zu überwinden, bis Deutschland für sie zur vertrauten Umgebung und Heimat werden kann. "Wir arbeiten mit unseren ehrenamtlichen Integrationslotsen daran, dass Schulen, Vereine und Nachbarschaften zu einem sicheren Zuhause werden. Dass von unseren Projekten gerade dieses ausgewählt wurde, freut uns besonders, weil es bei den jüngsten Mitgliedern unserer Gesellschaft ansetzt", sagt Sabine Brunke, Vertreterin des Malteser-Hilfsdienstes. Über das Projekt "Sprache! Kultur! Integration" werden aktuell rund 30 Flüchtlingskinder betreut, überwiegend aus Syrien.

Dritter Preisträger war das Doppelprojekt "Dorf! Gemeinschaft! Auderath/Dorf. Projekt. Wollmerath!" Hier geht es darum, Zusammenhalt und Solidarität innerhalb der Dorfgemeinschaften weiterzuentwickeln.

"Alle Bewerber spiegeln ein herausragendes Engagement und die Vielfalt der Caritasarbeit im Bistum Trier wider", sagte Diözesan-Caritasdirektorin Dr. Birgit Kugel. Sie ermöglichten Menschen soziale Teilhabe, zum Beispiel in den Bereichen Wohnen, sozialer Zusammenhalt und Integration.


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